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Vom Lederstiefel zum Speed-Tool

Leichter, schneller, besser sichtbar – die Weiterentwicklung der PUMA-Fußballschuhe
3. Juli 2026
Die Geschichte des Fußballs ist auch eine Geschichte der Materialien, der Technik und des Gewichts. Eine Geschichte von Leder, das Wasser aufsaugte, und von neuen, leichten Materialien. Eine Geschichte von Stollen, die zunächst festgenagelt und später austauschbar wurden. Eine Geschichte von Sohlen, die flexibler wurden, von Obermaterialien, die leichter wurden, und von Designs, die immer auffälliger wurden.
Bei der aktuellen Weltmeisterschaft ist diese Präsenz kaum zu übersehen. Mit dem SHOWTIME PACK bringt PUMA kräftige Farben und asymmetrische Looks zurück auf die größte Bühne des Fußballs – inspiriert von den legendären Tricks Packs der Jahre 2014 und 2016. Wenn Christian Pulisic für die USA in den Strafraum stürmt oder Neymar Jr. für Brasilien einen Dribbling-Lauf startet, erhascht die Welt für den Bruchteil einer Sekunde einen Blick auf den Schuh. Für die Spieler selbst soll der Schuh jedoch Teil der Bewegung werden: Er unterstützt jeden Sprint, jede Ballberührung, jede Drehung – ohne jemals im Weg zu stehen.

Für Tung Hoang, Manager im PUMA-Archiv, sind Fußballschuhe mehr als nur Zeugnisse einer sich ständig wandelnden Fußballkultur. Als begeisterter Fußballschuh-Fan verfolgt er aufmerksam, wie sich diese im Laufe der Jahrzehnte verändert haben: von schweren Ledermodellen zu ultraleichten Leistungswerkzeugen, von schwarzer Arbeitskleidung zu auffälligen Statements auf dem Spielfeld.
“Du hattest wirklich etwa ein halbes Kilo Schuh am Fuß.”
– Tung Hoang, Leiter des PUMA-Archivs
Schon der Begriff selbst verrät viel über die Ursprünge: Fußballschuhe. “Am Anfang waren es wirklich richtige Stiefel”, sagt Tung. In England, der Wiege des Fußballs, trugen die Spieler anfangs Arbeits- oder Militärstiefel, um das Spiel zu spielen. Sie waren hochgeschnitten, schwer, aus Leder gefertigt und mit festgenagelten Stollen versehen. Ihr Hauptzweck war Schutz und Halt. “Und natürlich waren sie schwer – man hatte wirklich etwa ein halbes Kilo Schuh am Fuß.” Bei Regen und Schlamm wurden sie schnell noch schwerer.

Dieses Prinzip hielt sich lange Zeit. Von den ersten Fußballschuhen des späten 19. Jahrhunderts bis in die 1940er Jahre änderte sich kaum etwas. Der große Wandel begann in den 1950er Jahren. Als PUMA 1950 seinen ATOM auf den Markt brachte, sorgte das für eine kleine Sensation. Der Schuh wog etwa 300 Gramm. “Wo immer Material eingespart werden konnte, wurde es eingespart”, sagt Tung. Beim Leder, bei der Sohle, bei der Konstruktion, bei der Höhe des Schafts. Leichter werden, ohne auf Schutz zu verzichten – das war damals der entscheidende Schritt.
Im Jahr 1952 sorgte der SUPER-ATOM für die nächste technologische Sensation: einschraubbare Stollen. Die Spieler konnten den Schuh nun an den Untergrund anpassen: nasses Gras, trockenes Gras, weicher Boden. Mit den richtigen Stollen wurde der Schuh zu einem Werkzeug, das sich den Spielbedingungen anpasste – und während sich viele Technologien im Laufe der Zeit verändert haben oder verschwunden sind, wird das Prinzip der einschraubbaren Stollen bis heute genutzt.
PUMA SUPER-ATOM aus dem Jahr 1952
Einschraubbare Stollen beim PUMA SUPER-ATOM im Jahr 1952
PUMA-Werbung für den SUPER-ATOM
Auch der PUMA Formstrip aus dem Jahr 1958 ist Teil dieser Entwicklung. Ursprünglich verband er Sichtbarkeit und Funktion. Er griff frühere stabilisierende Elemente wie überlappende Bänder und um den Knöchel verlaufende Schnürsenkel auf und vereinte sie zu einem dynamischen Element, das dem Schuh seitlichen Halt gab und gleichzeitig einen starken optischen Kontrast schuf. Da Fußball im Schwarz-Weiß-Fernsehen immer präsenter wurde, spielte auch dies eine Rolle: klare Linien, starker Hell-Dunkel-Kontrast, Wiedererkennbarkeit. Heute ist der Formstrip eines der wichtigsten Markenzeichen von PUMA.
Über Eusébio und den PUMA KING:

“Er fühlte sich in dem Schuh nicht mehr eingeengt – die flexiblere Sohle passte einfach besser zu seinem explosiven Spielstil.”
– Tung Hoang
Ein neues Jahrzehnt, eine neue Entwicklung: In den 1960er Jahren kam Nylon in Mode – auch am Fuß. Das Material sorgte für mehr Flexibilität und weniger Gewicht. Der Schuh wurde beweglicher, der Fuß konnte sich natürlicher bewegen. 1966 kam der PUMA KING auf den Markt – und wurde schließlich von Fußballgöttern wie Eusébio, Pelé, Johan Cruyff, Diego Maradona und Lothar Matthäus getragen. Für Tung zeigt insbesondere Eusébio, was dieser neue Schuhtyp leisten konnte: “Er war nicht mehr im Schuh gefangen – die flexiblere Sohle passte einfach perfekt zu seinem explosiven Spielstil.”
PUMA KING Eusébio aus dem Jahr 1966
In den 1970er Jahren kamen neue Ideen in Bezug auf Passform, Schutz und Individualität hinzu. 1971 setzte PUMA mit dem „Pelérina“ – einem Fußballschuh, der auf einem frauenspezifischen Leisten basierte – einen stillen Meilenstein. Technologien wie Fers-O-Til und später S.P.A. – kurz für „Sportabsatz“ – konzentrierten sich auf den Bereich der Achillessehne, um den Druck zu verringern, die Ferse zu schützen und das Risiko einer Überdehnung zu senken.
PUMA Pelérina von 1971
PUMA-Fers-O-Til (Achillessehnenpolster)
PUMA S.P.A. KING aus dem Jahr 1978
Grafik des PUMA-Sportabsatzes aus dem Jahr 1981
Auch die Farbe gewann an Bedeutung: Schuhe wie der „Netzer-Azur“ sorgten für einen blauen Farbtupfer auf dem Spielfeld – lange bevor bunte Fußballschuhe Ende der 1990er Jahre zum Mainstream wurden.
PUMA Netzer-Azur
PUMA setzte 1982 mit der Einführung der DuoFlex-Technologie noch stärker auf Flexibilität. Die Rillen in der Sohle wurden so konzipiert, dass sich der Fuß natürlicher beugen konnte – inspiriert vom flexiblen Abschnitt eines Trinkhalms. Der Schuh wurde direkter, flexibler und kam der natürlichen Bewegung näher. “Er wurde für sehr lange Zeit zu einem festen Bestandteil der PUMA-Fußballschuhe”, sagt Tung.
PUMA-Anzeige für den PUMA TORERO mit DuoFlex-Technologie aus dem Jahr 1982
Grafik zur PUMA DuoFlex-Technologie aus dem Jahr 1982
Trotz aller technologischen Fortschritte blieben Fußballschuhe jahrzehntelang schwarz oder schwarz-weiß. Farbe war die Ausnahme. Erst Ende der 1990er Jahre wurde sie zu einem wichtigen Thema. “Heute trägt eigentlich niemand mehr schwarz-weiße Schuhe”, sagt Tung. “Aber erst Ende der 90er Jahre wurde es wirklich zum Mainstream.” Bei der Weltmeisterschaft 1998 setzte der kamerunische Spieler Rigobert Song neue Maßstäbe, indem er an jedem Fuß einen andersfarbigen Schuh trug. Damit inspirierte er die auffälligen Turnier-Looks, die PUMA später so bekannt und ikonisch machten.
Rigobert Song (links) während des Spiels Kameruns gegen Chile im Jahr 1998
“Mit der Version 1.06 war PUMA seiner Zeit wieder einmal voraus.”
– Tung Hoang
PUMA v1.06 aus dem Jahr 2006
Im Jahr 2006 markierte die Version 1.06 den nächsten Durchbruch: ein gewebtes Obermaterial, eine Carbonplatte in der Sohle und ein revolutionäres Gewicht von unter 200 Gramm – der damals leichteste Fußballschuh auf dem Markt. Der Fußballschuh war zu einem Werkzeug für Geschwindigkeit geworden. “Damit war PUMA seiner Zeit wieder einmal voraus”, sagt Tung. Später trieb PUMA diese Idee mit besonders leichten Modellen noch weiter voran, lernte aber auch, dass das Gewicht nicht alles ist. Ein Schuh muss den Fuß auch stützen, schützen und führen. Letztendlich geht es darum, die richtige Balance zu finden.
Genau diese Ausgewogenheit macht die heutigen Fußballschuhe von PUMA aus: FUTURE steht für Kreativität und Kontrolle, ULTRA für Geschwindigkeit und KING für Ballgefühl, Komfort und Tradition. Drei Produktlinien, drei Spielstile – alle darauf ausgelegt, die Spieler im entscheidenden Moment zu unterstützen.

Und die Entwicklung geht weiter: Mit dem ULTRA NITRO 7 bringt PUMA seine führende Lauftechnologie NITRO™ erstmals in einen Fußballschuh ein.
PUMA SHOWTIME-Kollektion ab 2026
PUMA ULTRA NITRO 7
Wenn unsere Spieler beschleunigen, an Tempo zulegen oder den Ball dicht am Fuß halten, blitzt der Schuh vielleicht für den Bruchteil einer Sekunde auf den Bildschirmen auf. Für den Spieler selbst ist er jedoch viel mehr: ein Teil der Bewegung.

Erfahren Sie mehr über die Geschichte der Fußballschuhe von PUMA:




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