Von einer kleinen Werkstatt in Herzogenaurach zu einer globalen Sportmarke - hier sind die Ursprünge von PUMA.
Heute ist PUMA eine der bekanntesten Sportmarken der Welt. Doch seine Geschichte begann in einer kleinen deutschen Stadt mit zwei Brüdern, einer kühnen Idee und einer Leidenschaft für sportliche Leistung. Die Wurzeln von PUMA reichen mehr als ein Jahrhundert zurück, lange bevor es den Markennamen überhaupt gab.
Die frühen Jahre: 1919 - 1927
Die Geschichte beginnt im November 1919, als die Brüder Rudolf und Adolf Dassler in ihrer Heimatstadt Herzogenaurach die “Gebrüder Dassler Schuhfabrik” gründen. Vom Haus ihrer Eltern aus begannen sie mit der Produktion einer Reihe von Schuhen, wobei einige ihrer ersten Sportschuhe eher als Hobby oder Nebenprojekt neben der Hauptproduktion entwickelt wurden.Um das Unternehmen über seine bescheidenen Anfänge hinaus wachsen zu lassen, übernahm Rudolf Dassler 1923 unter anderem die Verantwortung für Marketing und geschäftliche Belange.
Ein Jahr später, am 1. Juli 1924, wurde das Unternehmen offiziell als “Gebrüder Dassler Sportschuhfabrik” in das Handelsregister eingetragen. Herzogenaurach war bereits eine Schuhmacherstadt, in der viele Einheimische in der Schuhproduktion tätig waren, aber die Gebrüder Dassler stachen heraus.
Im Gegensatz zu anderen, die Schuhe für die breite Öffentlichkeit herstellten, hatten sie ein klares Ziel vor Augen und konzentrierten sich auf die Herstellung von Schuhen, die speziell für Sportler konzipiert waren. Ohne dass sie es wussten, war dies ein entscheidender Schritt, der die moderne Sportschuhindustrie, wie wir sie heute kennen, prägen sollte.
Die Innovation folgte schnell. Bereits Ende der 1920er Jahre tauchen die Dassler Schuhe auf der Weltbühne auf. Bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam trug die deutsche Leichtathletin Lina Radke Dassler-Laufschuhe und stellte einen neuen Weltrekord über 800 Meter auf.
Etwa zur gleichen Zeit begann das Unternehmen, mit Markenbildung und Werbung zu experimentieren. Die ersten Logos erschienen 1924 und 1927, und sportliche Erfolge wurden zum zentralen Element der Produktwerbung des Unternehmens.
Etwa zur gleichen Zeit begann das Unternehmen, mit Markenbildung und Werbung zu experimentieren. Die ersten Logos erschienen 1924 und 1927, und sportliche Erfolge wurden zum zentralen Element der Produktwerbung des Unternehmens.
Gebrüder Dassler Schuhfabrik, 1927
Globaler Durchbruch: 1930er Jahre
In den 1930er Jahren etablierten sich die Gebrüder Dassler als Spezialisten für Sportschuhmodelle. Ihre Schuhe wurden von zahlreichen Spitzensportlern getragen und verhalfen dem kleinen deutschen Hersteller zu internationaler Aufmerksamkeit. Der enge Berater Josef Waitzer spielte eine Schlüsselrolle bei diesem Erfolg, indem er die Brüder direkt mit den Athleten zusammenbrachte und ihnen Leistungsfeedback gab - ein Ansatz, der auch heute noch PUMAs Mantra untermauert, die sportliche Leistung durch direkten Einblick in die Athleten zu steigern. Einer der berühmtesten Momente ereignete sich bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin, als der amerikanische Leichtathlet Jesse Owens vier Goldmedaillen gewann, während er Dassler Spikes trug. Und die Medaillensträhne war noch nicht zu Ende. Die Athleten, die in Dassler-Schuhen antraten, gewannen sieben Gold- und fünf Bronzemedaillen und brachen nebenbei zwei Weltrekorde und fünf olympische Rekorde. Das war der internationale Durchbruch für die Brüder Dassler. Plötzlich schaute die Welt zu, und Spitzensportler traten in Dassler-Schuhen auf die Bahn.
Jesse Owens, fotografiert bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin
“Herzogenaurach ist seit dem 19. Jahrhundert eine Stadt der Schuhmacher. Jahrhundert und hat sich im Laufe der Jahre zur Welthauptstadt der Sportschuhe entwickelt.’
- Helmut Fischer (Gründer des PUMA-Archivs und bekannt als Mr. PUMA)
- Helmut Fischer (Gründer des PUMA-Archivs und bekannt als Mr. PUMA)
Ein Wendepunkt: 1948
Nach dem Zweiten Weltkrieg verschärften sich die Spannungen zwischen den Brüdern. Im Jahr 1947, 28 Jahre nach der Gründung ihres gemeinsamen Unternehmens, beschlossen sie, getrennte Wege zu gehen. Im Januar 1948 meldete Rudolf Dassler auf dem Rathaus in Herzogenaurach einen neuen Schuhproduktionsbetrieb an. Das Unternehmen heißt zunächst “Sportschuhfabrik Rudolf Dassler (RUDA)”.
Mit nur 15 Mitarbeitern verwandelte Rudolf ein ehemaliges Lagerhaus in eine funktionierende Fabrik und begann mit dem Aufbau seiner eigenen Marke.
Noch im selben Jahr, am 1. Oktober 1948, wurde der Name PUMA offiziell als Marke eingetragen. Im Dezember informierte Rudolf Dassler Partner und Kunden darüber, dass das Unternehmen unter dem Namen ‘PUMA Sportschuhfabrik Rudolf Dassler’ firmieren würde. Dies spiegelte seine Vision wider, dass jedes Produkt das Wesen eines Pumas widerspiegeln sollte - die Kombination von Schnelligkeit, Kraft, Flexibilität, Ausdauer und Beweglichkeit, also genau die Eigenschaften, die für sportliche Leistungen unerlässlich sind.
Damit war eine globale Sportmarke geboren.
PUMA Sportschuhfabrik Rudolf Dassler, 1950
Innovation auf dem Spielfeld: 1950er Jahre
PUMAs Streben nach Innovation führte schnell zu bahnbrechenden Produkten. Schon vor der Markteinführung seiner kultigsten Modelle hatte PUMA eine enge Zusammenarbeit mit der deutschen Fußballnationalmannschaft und Bundestrainer Sepp Herberger begonnen und damit den Grundstein für leistungsorientierte Innovationen gelegt. Im Jahr 1952 brachte das Unternehmen den SUPER ATOM auf den Markt, der weithin als erster Fußballschuh der Welt mit Schraubstollen gilt. Diese Entwicklung, die auf dieser früheren Zusammenarbeit aufbaute, sorgte für Aufsehen und markierte den Beginn von PUMAs langjähriger Fußballtradition.
PUMAs SUPER ATOM Fußballschuhe
Gewinnende Momente erobern die Bühne
Es dauerte nicht lange, bis PUMA auf dem Siegertreppchen auftauchte. Bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki lieferten Athleten in PUMA herausragende Leistungen ab, darunter Josy Barthel, die Gold über 1500 Meter holte, und die 4×100-Meter-Staffel der US-Frauen, die zum Sieg sprintete. Und der Schwung nahm weiter zu. 1954 stellte Heinz Fütterer in Yokohama den legendären 100-Meter-Weltrekord von Jesse Owens mit glühenden 10,2 Sekunden ein - und das in PUMA-Laufschuhen.
Der Streifen, der hängen blieb: Der Formstrip
1958 führte PUMA ein kleines Design-Detail ein, das später unverwechselbar werden sollte: den Formstrip. Ursprünglich zur Stabilisierung des Fußes entwickelt, bewies er schnell, dass er sowohl Stil als auch Substanz hat. Als der Sport immer mehr Aufmerksamkeit in den Medien erlangte, tauchte der Formstrip überall auf und wurde zu einem charakteristischen Look, der PUMA sofort erkennbar machte. Was als funktionales Merkmal begann, wurde bald zu einer Ikone und zeigte, dass Leistung und Design Hand in Hand gehen und dabei gut aussehen können.
PUMA Formstrip, 1958
Ein Jahrhundert der Geschwindigkeit
Was 1919 mit zwei Brüdern begann, die mit Sportschuhen experimentierten, hat sich zu einer Marke entwickelt, die von Sportlern auf der ganzen Welt getragen wird. Heute baut PUMA auf diesem Erbe auf, indem es Leistungsinnovation, Sportkultur und Design kombiniert, um die Zukunft des Sports zu gestalten. Und alles begann in der kleinen fränkischen Stadt Herzogenaurach.
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