Feedback von INNEN aus dem Cockpit: PUMAs erster Rennschuh
Wie PUMA und der Rennfahrer Christian Danner in den 1980er Jahren einen Schuh für echte Rennanforderungen entwickelten
15. Mai 2026
Christian Danner ist einer der vielseitigsten deutschen Rennfahrer seiner Generation: Er war Europas erster F3000-Meister, stieg in die Formel 1 ein und fuhr später auch in der deutschen Tourenwagenserie DTM und in der US-Rennserie IndyCar. In den 80er Jahren arbeitete er mit PUMA zusammen, die seine Schuhe und später auch seine Overalls lieferten. Bei einem Besuch in Herzogenaurach Anfang dieses Jahres sprach er über seine Karriere im Motorsport und wie er mit PUMA Rennschuhe entwickelte.
Christian merkte schon früh, dass Fahrerschuhe oft zu weich waren. Für einen normalen Fuß mag das eine Kleinigkeit gewesen sein. Für einen Rennfahrer in einem Einsitzer in den 80er Jahren war es ein Problem, denn die Autos waren weit entfernt von den hochautomatisierten Maschinen, die wir heute sehen. Wenn man damals vor einer Kurve bremste, musste man herunterschalten, die Kupplung treten, das Gaspedal betätigen, das Getriebe sortieren und das Auto stabilisieren - und das alles auf nur wenigen Zentimetern Platz im Fußraum. Das machte den Schuh zu einem der wichtigsten Werkzeuge, die ein Fahrer hatte.
Christian braucht nur ein paar Sätze, und schon ist man nicht mehr in einem Sitzungssaal in Herzogenaurach, sondern im Cockpit eines Einsitzers der 1980er Jahre. Drei Pedale, ein enges Cockpit, eine Bremse, die ordentlich Kraft erfordert, ein Gaspedal, das genau im richtigen Moment kurz angetippt werden muss. “Blip, blip”, sagt Christian und legt die Hände eng übereinander, um zu zeigen, wie wenig Platz zwischen Bremse, Kupplung und Gas ist.
”Man brauchte einen Schuh mit einer wirklich stabilen Sohle.“
“Heute hat man nur zwei Pedale, Gas und Bremse, und der Rest passiert hier oben”, sagt er. “Wir hatten drei Pedale und ein richtiges Getriebe. Erster, zweiter, dritter, vierter Gang - und dann wieder runter und wieder hoch.” Das klingt zunächst nach einer technischen Erklärung. Bei Danner wird es zu einer körperlichen Bewegung.
Und genau deshalb brauchte Christian einen Schuh, der mit ihm zusammenarbeitet. “Man brauchte einen Schuh mit einer wirklich stabilen Sohle”, sagt er. Beim Gasgeben arbeitet der rechte Fuß immer wieder an der gleichen Stelle und schickt die Last direkt in die Sohle. “Man hat praktisch ein Loch in die Mitte des Schuhs getrieben.” Der linke Fuß hatte es leichter: Er drückte die Kupplung. Der rechte Fuß musste bremsen und beschleunigen - ständig auf der Kante arbeiten.
Und genau deshalb brauchte Christian einen Schuh, der mit ihm zusammenarbeitet. “Man brauchte einen Schuh mit einer wirklich stabilen Sohle”, sagt er. Beim Gasgeben arbeitet der rechte Fuß immer wieder an der gleichen Stelle und schickt die Last direkt in die Sohle. “Man hat praktisch ein Loch in die Mitte des Schuhs getrieben.” Der linke Fuß hatte es leichter: Er drückte die Kupplung. Der rechte Fuß musste bremsen und beschleunigen - ständig auf der Kante arbeiten.
“Ich wollte dabei sein. Denn man kann nicht einfach mit irgendeinem Schuh fahren.”
Im Jahr 1983 begann die Zusammenarbeit mit PUMA. Christian wusste genau, was er brauchte: einen Schuh, der eng anliegt, stabil bleibt und den Kontakt mit dem Pedal direkt überträgt. In einem Formelauto der achtziger Jahre gehörte dies zur Kontrolle. Für PUMA war es ein direkter Einstieg in den Motorsport. Lange Zeit kamen Rennfahrerschuhe vor allem aus Spezialwerkstätten, oft handgefertigt, aber selten systematisch aus der Fahrerperspektive entwickelt: Was passiert beim Bremsen? Wo arbeitet der Fuß? Wie viel Platz gibt es zwischen den Pedalen? Wie steif muss die Sohle sein? Wie eng soll der Schuh sitzen?
“Damals gab es noch nicht so moderne Materialien. Es gab Leder, Gummi und Schnürsenkel.”
Damals wie heute ist Feedback für PUMA entscheidend, um die bestmöglichen Produkte zu entwickeln, die den Sportlern zu Höchstleistungen verhelfen. Christian brachte wertvolle Einsichten aus dem Cockpit mit, etwas, das Designer nur durch den Austausch mit dem Fahrer verstehen können: das Gefühl für das Pedal. Er erklärte, wie sich die Sohle im Auto verhält, wo sie belastet wird, warum sie stabil bleiben muss. PUMA brachte seine Erfahrung in der Schuhentwicklung ein: Schnitt, Material, Konstruktion, Passform. Da die Auswahl an Materialien damals begrenzt war - Leder, Gummi, Schnürsenkel - musste die Konstruktion des Schuhs genau richtig sein.
Der erste Prototyp war angenehm zu tragen: weich, großzügig geschnitten - aber letztlich ein bisschen zu viel von allem. Im Rennwagen lieferte der Schuh deshalb zu wenig Präzision. Also wurde er geschliffen. Enger. Stabiler. Direkter.
Genau hier wurde die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Fahrer deutlich: als Feedbackschleife zwischen Fahrer und Hersteller. Christian testete, erklärte, kritisierte. PUMA passte sich an. Aus Expertenwissen wurde Entwicklung. Aus einem Schuh mit Logo wurde ein Werkzeug, das den Anforderungen des Autos standhält.
Der erste Prototyp war angenehm zu tragen: weich, großzügig geschnitten - aber letztlich ein bisschen zu viel von allem. Im Rennwagen lieferte der Schuh deshalb zu wenig Präzision. Also wurde er geschliffen. Enger. Stabiler. Direkter.
Genau hier wurde die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Fahrer deutlich: als Feedbackschleife zwischen Fahrer und Hersteller. Christian testete, erklärte, kritisierte. PUMA passte sich an. Aus Expertenwissen wurde Entwicklung. Aus einem Schuh mit Logo wurde ein Werkzeug, das den Anforderungen des Autos standhält.
”Ich hatte zwei Paar Schuhe für das ganze Jahr. Und das war genug.”
Als Christian Danner 1984 bei PUMA anfing, prangte das PUMA-Logo auf seinen Schuhen, später auch auf den Overalls - unübersehbar. Doch die Ausrüstung war damals kostbar. Ein Rennanzug musste eine ganze Saison halten, wurde nach dem Wochenende gewaschen und beim nächsten Rennen wieder getragen. Auch die Schuhe waren Arbeitsmaterial. “Ich hatte zwei Paar Schuhe für das ganze Jahr”, sagt Danner. “Und das hat gereicht. Ein rotes Paar und ein blaues Paar, glaube ich.” Statt bei jedem Rennen die Farbe zu wechseln, war vor allem eines wichtig: Es musste im Cockpit funktionieren.
Christian blieb PUMA während seiner gesamten Formel-1-Zeit treu. Er fuhr mit PUMA in Japan, in der Formel 1 und in anderen Rennserien. Er trug die Schuhe, Overalls und auch die Freizeitkleidung der Marke: Polos, Pullover, Sportbekleidung. Bis heute ist der Ausnahmesportler im Motorsport aktiv: als Experte, Kommentator, Berater und Netzwerker.
Der richtige Schuh verändert die Physik nicht. Aber er trägt dazu bei, wie direkt der Fahrer das Auto spüren kann. Deshalb arbeitet PUMA bis heute mit Fahrern im Motorsport zusammen, um ihnen zu Höchstleistungen zu verhelfen.
Der richtige Schuh verändert die Physik nicht. Aber er trägt dazu bei, wie direkt der Fahrer das Auto spüren kann. Deshalb arbeitet PUMA bis heute mit Fahrern im Motorsport zusammen, um ihnen zu Höchstleistungen zu verhelfen.
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