„MAN SPÜRT ES EINFACH“
Wie PUMA seine NITRO™-Technologie mit Carbon kombiniert, um ein neues Lauferlebnis zu schaffen
7. Januar 2026
Ob Motorsport, Hochleistungssegeln, Rennräder oder Luftfahrt – fast nichts, was schnell sein will, kommt heute noch ohne Carbon aus. Es lässt sich präzise formen, stark belasten und kehrt dennoch in seine ursprüngliche Form zurück. Carbon knickt nicht ein, es gibt nach. Wir haben uns mit Matthias Hartmann, dem Carbon-Experten von PUMA, unterhalten, der uns erklärt hat, wie PUMA Carbon einsetzt und warum die Kombination mit der NITRO™-Technologie neue Maßstäbe in Sachen Leistung setzt.
Energie in Bewegung umwandeln, anstatt sie nur zu speichern. Das ist der Punkt, an dem Carbon in einem Laufschuh relevant wird. Carbon ist ein Material, das die Art und Weise verändert, wie Kraft erzeugt und freigesetzt wird. Hier beginnt die Geschichte für PUMA: nicht mit dem Schuh, sondern mit der Bewegung selbst. Oder, wie Matthias Hartmann, Leiter Material Engineering Innovation Footwear, es ausdrückt: “Man kann dem Material sagen, was es tun soll.”
PUMA gehörte zu den ersten Sportmarken, die dieses Potenzial erkannten. Bereits 2006 integrierte das Unternehmen eine Carbonplatte in den Fußballschuh v1.06 – lange bevor Carbon als Leistungsmotor im Laufsport diskutiert wurde. Damals ging es nicht um Rekorde. Es ging um Gewicht, Stabilität und Druckverteilung. Carbon war das erste Material, das steif genug war, um zusätzlichen Halt zu bieten, ohne das Gewicht zu erhöhen. “Carbon bietet das beste Verhältnis von Gewicht zu Steifigkeit. Man kann etwas extrem steif machen, ohne es schwer zu machen”, sagt Hartmann. Für Fußballer bedeutete das mehr Stabilität ohne zusätzliches Gewicht und, was entscheidend ist, eine gleichmäßigere Druckverteilung unter den Stollen. Hartmann fasst es so zusammen: “Man hat nicht mehr das Gefühl, auf einzelnen Punkten zu stehen.”
Matthias Hartmann, Leiter Material Engineering Innovation Footwear, sagt: “Man landet anders. Man rollt anders ab. Man setzt den Zeh effizienter ab. Das verändert alles.”
Als das Laufen begann, sich über die Dämpfung hinaus in den Bereich der Manipulation der Laufmechanik zu bewegen, rückte Carbon wieder in den Mittelpunkt. Der Wechsel vom Pitch zum Marathonlauf war kein Zufall, sondern die logische Konsequenz aus der Begegnung von Material und Biomechanik. Carbon verändert nicht den Fuß. Es verändert die Art und Weise, wie sich der Fuß verhält. Jeder Mensch hat ein natürliches Laufmuster. Carbon beeinflusst dieses Muster, ohne es zu zerstören. “Man landet etwas anders, rollt anders ab und stößt sich effizienter ab. Das verändert alles”, sagt Matthias Hartmann.
Kohlenstoff besteht aus Tausenden von Kohlenstofffilamenten, die dünner als ein menschliches Haar sind. Diese werden zu Textilien geschichtet und in eine Polymermatrix eingebettet, bevor sie ausgehärtet werden. Die Ausrichtung dieser Fasern bestimmt, wie Kräfte absorbiert und zurückgegeben werden. “Herkömmliche Kunststoffe werden mit der Zeit träge. Sie kriechen, verlieren an Spannung und kehren nicht vollständig in ihre ursprüngliche Position zurück”, erklärt er. Kohlenstoff verhält sich genau umgekehrt. “Er speichert Energie und gibt sie unverändert wieder ab.”
Kohlenstoff besteht aus Tausenden von Kohlenstofffilamenten, die dünner als ein menschliches Haar sind. Diese werden zu Textilien geschichtet und in eine Polymermatrix eingebettet, bevor sie ausgehärtet werden. Die Ausrichtung dieser Fasern bestimmt, wie Kräfte absorbiert und zurückgegeben werden. “Herkömmliche Kunststoffe werden mit der Zeit träge. Sie kriechen, verlieren an Spannung und kehren nicht vollständig in ihre ursprüngliche Position zurück”, erklärt er. Kohlenstoff verhält sich genau umgekehrt. “Er speichert Energie und gibt sie unverändert wieder ab.”
Ein Material mit Sprungkraft
Bei PUMA gibt es ein Wort für dieses Verhalten: Sprungkraft. “Wenn man die Platte biegt und loslässt, springt sie sofort zurück. Es fühlt sich an, als würde der Schuh einen nach vorne treiben.” Dieses sofortige Feedback wird zu einem physischen Impuls, der die Energie umleitet. NITRO™-Schaumstoffe verstärken diesen Effekt.“Kohlenstoff in Kombination mit NITRO™ sorgt für ein neues Lauferlebnis.”
“Carbon allein macht noch keinen schnellen Laufschuh. Aber Carbon in Kombination mit NITRO™ schafft ein neues Lauferlebnis.” Diese Entwicklung findet sich heute in den aktuellen Performance-Laufschuhen von PUMA wie dem Deviate NITRO™ Elite 3 und dem Fast-R NITRO™ Elite 3 wieder.
Das Gefühl ist so ausgeprägt, dass es sich kaum in Worte fassen lässt. Läufer beschreiben es intuitiv. Die Schrittlänge verändert sich, die Bodenkontaktzeit verkürzt sich, die Beschleunigung setzt ein, bevor das Gehirn dies registriert. Hartmann fasst es in einem einzigen Satz zusammen: “Man spürt es einfach.”
Das Gefühl ist so ausgeprägt, dass es sich kaum in Worte fassen lässt. Läufer beschreiben es intuitiv. Die Schrittlänge verändert sich, die Bodenkontaktzeit verkürzt sich, die Beschleunigung setzt ein, bevor das Gehirn dies registriert. Hartmann fasst es in einem einzigen Satz zusammen: “Man spürt es einfach.”
Dennoch warnt er davor, Carbon als Allheilmittel zu betrachten. “Die Platte passt nicht in jeden Schuh. Der menschliche Fuß hat sich über Millionen von Jahren hinweg optimiert. Er ist perfekt, wenn man ihn seine Arbeit machen lässt.” Carbon perfektioniert nicht den Menschen, sondern einen Moment. “Ein Schuh mit einer Carbonplatte ist ein Werkzeug für den Wettkampf. Wenn man ständig damit läuft, nimmt man dem Fuß die Arbeit ab, die er eigentlich leisten muss.” Trainingsschuhe bauen Muskeln auf. Carbon-Schuhe setzen sie frei. Verwechselt man die beiden, trainiert man nicht mehr den Körper, sondern das Material.
Die Bewegung selbst ausweiten
Der Behindertensport fügt der Geschichte eine weitere Ebene hinzu. Hier unterstützt Carbon den Körper nicht nur, sondern erweitert ihn. Carbonblätter und -platten speichern und geben Energie auf eine Weise zurück, wie es biologische Strukturen nicht können. Für Athleten wie Felix Streng hat Carbon das Gefühl des Sprintens ebenso verändert wie die Mechanik. Die Bewegung endet nicht am Fuß – sie beginnt dort.Für den Leiter der Abteilung Material Engineering Innovation Footwear liegt die Zukunft nicht im Ersatz, sondern in der Weiterentwicklung. Carbon wird nicht verschwinden, sondern präziser werden. Faserverbundwerkstoffe, Harze, Geometrien und Schaumstoffe werden sich weiterentwickeln. “Wir stehen erst am Anfang.” Vielleicht wird ein Schuh eines Tages nicht nur jemanden schneller machen, sondern sich auch an seine Laufweise anpassen. Vielleicht wird Carbon nicht nur die Bewegung beschleunigen, sondern auch korrigieren. Wer kann schon sagen, was morgen möglich sein wird?
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