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“Meine ganze Familie war im PUMA-Team.”

Die ehemalige PUMA-Näherin Rosemarie Krüger nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit
31. März 2023
“Rudolf war ein großartiger Mann. Ein sehr netter und liebenswerter Chef.” Das sind die Worte von Rosemarie Krüger, einer frühen PUMA-Mitarbeiterin. Sie arbeitete als Näherin und kannte unseren Gründer persönlich. Anlässlich des Internationalen Frauenmonats haben wir uns mit ihr unterhalten. Finden Sie heraus, wie es war, für Rudolf Dassler zu arbeiten und wie sich das Unternehmen im Laufe der Zeit verändert hat.


Ohne Frauen hätte es PUMA nicht gegeben. Als Rudolf Dassler 1948 PUMA gründete, nahm er 14 Mitarbeiter aus der alten Fabrik der Gebrüder Dassler mit. Acht der Angestellten waren Frauen.

Rosemarie Krüger begann direkt nach der Schule im Alter von 14 Jahren und blieb bis zu ihrer Pensionierung in der Firma. Wenn Sie einmal in unserem Hauptsitz in Herzogenaurach sind, finden Sie am Haupteingang ein Archiv mit den alten Nähmaschinen, die damals verwendet wurden. Hier traf sich CATch UP mit Rosemarie Krüger, um über einige “Retro-Momente” nachzudenken.

Sie kannten unseren Gründer Rudolf Dassler - was für ein Typ war er? 

Rosemarie Krüger: Rudolf war ein toller Mann. Ein sehr netter und liebenswerter Chef. Immer bodenständig. Es hat ihm nichts ausgemacht, sich die Hände schmutzig zu machen. Seine ganze Familie war toll. 


Wie sah Ihre Karriere bei PUMA aus?  

Rosemarie Krüger: Ich habe von 1956 bis 1993 bei PUMA gearbeitet. Mit 14 Jahren habe ich meine dreijährige Lehre als Schuhfabrikantin begonnen. Damals mussten wir Lehrlinge alles lernen. Wir mussten in allen Abteilungen arbeiten und sogar beim Reinigen der Näherei helfen.  

Nach der Schwangerschaft nahm ich eine Auszeit von der Arbeit, um mich um meine Kinder kümmern zu können. Doch als sie alt genug waren, begann ich wieder zu arbeiten - von zu Hause aus. Die Materialien, die ich zum Nähen brauchte, wurden mir in Plastiktüten gebracht. Ich habe meine Arbeit wirklich geliebt und hatte viel Spaß daran. 


Was war das Beste an Ihrem Job bei PUMA? 

Rosemarie Krüger: Das Beste war unser Teamgeist und Zusammenhalt. Wir hatten tolle Arbeitsbedingungen und sehr schöne Partys. 


Arbeitet noch jemand aus Ihrer Familie bei PUMA?

Rosemarie Krüger: Mein Mann hat früher auch bei PUMA gearbeitet - wir haben uns nicht dort kennengelernt, sondern waren eigentlich Nachbarn! Jetzt arbeitet mein Sohn, Thomas Krüger, hier. Er hat auch eine Ausbildung bei PUMA gemacht. Er arbeitet in der technischen Serviceentwicklung Schuhe.
“Niemand durfte zu Hause adidas tragen. So verrückt es auch klingen mag, aber auch heute noch ist das erste, was ich mache, wenn ich jemanden treffe, die Schuhe der Person zu überprüfen.”

Rosemarie Krüger, ehemalige PUMA-Mitarbeiterin

Wie war die Unternehmenskultur damals? 

Rosemarie Krüger: Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zu unserem Arbeitgeber - PUMA hat alles für uns getan. Meine Kinder waren zum Beispiel große Fans von Borussia Mönchengladbach. Sie bekamen also immer Trikots geschenkt.  

Jeden Morgen gingen unsere Chefs, sowohl Rudolf als auch Armin, durch die Firma, um uns allen einen guten Tag zu wünschen. Sie waren immer hilfsbereit. Egal was war, wir konnten mit ihnen über alles reden. Es war ein sehr schönes Familienunternehmen. 



Wie war das Verhältnis zwischen Männern und Frauen? Wie sah es mit der Gleichstellung der Geschlechter aus? 

Rosemarie Krüger: Männer und Frauen arbeiteten zusammen, Hand in Hand - gleichberechtigt. Frauen wurden nicht unterdrückt. Im Gegenteil: Die Männer haben uns immer geholfen, alles für uns getan. Das Arbeitsklima war also sehr gut. Wir waren ein tolles Team. 



Wie war das Verhältnis zwischen PUMA- und adidas-Mitarbeitern in der Stadt? 

Rosemarie Krüger: Meine ganze Familie war ein PUMA-Team. Mein Mann war da sogar sehr streng - niemand durfte zu Hause adidas tragen. So verrückt es klingt, aber auch heute noch ist das erste, was ich mache, wenn ich jemanden treffe, die Schuhe der Person zu überprüfen.

Ich hatte jedoch einige Freunde, die für das benachbarte Sportunternehmen arbeiteten. Wir hatten in der Vergangenheit einige wirklich gute Partys. Es macht mich traurig, dass all das durch die Trennung der Dassler-Brüder beendet wurde. 

Rosemarie Krüger

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